"Masken"

Drei „Vorhänge“ hängen hintereinander von der Decke herab. Der Betrachter kann zwischen den einzelnen „Vorhängen“ hindurchgehen und sie so einzeln auf Augenhöhe betrachten.

Die drei „Vorhänge“ zeigen unterschiedliche Wahrnehmungsstadien.
Der erste zeigt den flüchtigen Eindruck. Es ist zu erkennen, da ist ein Mensch, die Individualität wird nicht oder kaum wahrgenommen.
Der zweite zeigt schon stärkere individuelle Züge, ist aber nicht wirklich der Mensch, sondern eine Maske.
Der dritte „Vorhang“ zeigt Fotos von den Menschen mit der Maske auf dem Gesicht.

Die Installation beschäftigt sich mit dem Grundbedürfnis des Menschen nach Nähe und Gemeinschaft. Ich nehme das Äussere der Menschen wahr, dringe ich aber bis zur (inneren) Person vor? Will ich das überhaupt? 

2009 Masken Edelstahlgewebe
© Marianne Kantert